September 17, 2019 3 min. Lesezeit

WARUM GLAS NICHT GLEICH GLAS IST

In unserem Beitrag Die drei größten Irrtümer über Trinkhalme aus Glas fiel bereits der Begriff Borosilikatglas. Nun möchten wir genau erklären, was es damit auf sich hat und warum HALM aus einem anderen Glas hergestellt wird.

WARUM KEIN BOROSILIKATGLAS?

Borosilikatglas trägt seinen Namen auf Grund des darin enthaltenen chemischen Elements Bor. Dies bringt verschiedene Eigenschaften mit sich. Zum einen ist es gegenüber diversen Chemikalien sehr beständig. Zum anderen hält es hohen Temperaturen stand. Für Glas, das extremen Umständen ausgesetzt ist (zum Beispiel Laborglas) trägt Bor folglich zu mehr Robustheit und Langlebigkeit bei. Auf den ersten Blick scheint Borosilikatglas also eine zuverlässige Wahl zu sein. Doch aufgepasst, es gibt auch eine Kehrseite. Der hohe Schmelzgrad des Glases führt auch zu Problemen. Derart hohe Temperaturen werden beim Schmelzen von Altglas nicht erreicht.

Borosilikatglas stört den Recyclingvorgang. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass das Glas nicht im Altglascontainer entsorgt werden kann. Letztendlich landet es auf der Müllhalde und ist somit 0% nachhaltig und sogar umweltschädigend.

MIT HALM LÖSEN WIR DAS PLASTIKPROBLEM

Aber wir wollen dies nicht mit einem Produkt tun, das an anderer Stelle eine neues Müllproblem schafft. Daher haben wir uns bewusst gegen Borosilikatglas entschieden und stattdessen ein Glas gewählt, welches zu 100% recyclingfähig und gleichzeitig extrem stabil ist. Und solange du nicht vorhast, dein Wohnzimmer in ein Chemielabor umzuwandeln und mit HALM chemische Versuche durchzuführen, bist du auf der sicheren Seite!

Im Fall der Fälle kannst du das HALM Glas einfach im Glascontainer entsorgen. Dies schützt das Klima und spart Rohstoffe ein, denn Glas lässt sich unendlich oft wieder einschmelzen und neu verarbeiten. Zuvor schon einmal verwendetes Glas benötigt sogar geringere Temperaturen, als jene, die zur Glasherstellung erforderlich sind. Das bedeutet, dass der Energiebedarf sinkt, wenn Glasscherben neu verarbeitet werden. Somit verringert der Herstellungsprozess die Umweltbelastung.

EXTREM STABIL - BEI HALM STIMMEN OPTIK UND STATIK

Selbstverständlich kannst du aber davon ausgehen, dass du den Glascontainer für deine HALM Trinkhalme so schnell nicht brauchen wirst. Denn wir haben von der Materialwahl über den Produktionsprozess bis hin zum Design dafür gesorgt, dass HALM extrem stabil ist! Unser Spezialglas hat an sich schon eine hohe Festigkeit. Diese wird aber noch einmal erhöht, indem das Glas durch ein spezielles Verfahren in einem Ofen bei hoher Temperatur ‘gebacken’ wird (diesen Ofen betreiben wir übrigens mit Solarenergie!). Durch diesen Vorgang verliert der HALM seine Spannung und wird damit stabiler. Zusätzliche Festigkeit erhält dein HALM zudem aus dem Verhältnis zwischen Wandstärke und Innendurchmesser. Hier stimmt nicht nur die Optik, sondern auch die Statik! Wir ersparen dir an dieser Stelle die mathematischen Details - aber du darfst dir merken, dass dein HALM den "goldenen Schnitt" hat. Diesen haben schon die Griechen genutzt, um ihre Tempel zu bauen. Und wenn dein HALM in etwa so lange hält wie die griechischen Tempel, können wir wohl zufrieden sein!

All diese Dinge verhindern, dass dein HALM in hundert kleinste Teile zerklirrt, sobald er auf dem Boden landet. In der Regel hüpft er wie ein Flummi auf dem Boden und bleibt wie er ist. Klar - auch ein HALM kann unter extremen Bedingungen einmal brechen, denn Glas bleibt Glas. Aber in diesem Fall kannst du diesen guten Gewissens im Altglascontainer entsorgen und ihm ein zweites Leben schenken. In diesem Sinne: #happyslurping.


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